May 2005
Monthly Archive
Tue 31 May 2005
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So. Ein neuer Versuch. Gerade bin ich schon wieder “voll gut” gelaunt. Habe heute beim Arbeitsamt endlich mal jemanden telefonisch erreicht. Die Mitarbeiterin war - wie ihr euch vielleicht denken könnt - nicht wirklich hilfreich. Konnte mir keine Telefonnummern geben, es wurde ja alles umstrukturiert, alle Nummern haben sich geändert… Und mit einem Blick in den Computer sagte sie, mein Antrag sei anscheinend (noch?) nicht bearbeitet worden! Ich sollte doch mal vorbeikommen! Als ich meinte, dass das schlecht sei, da ich mich gerade im Ausland aufhalte, hatte sie die geistreiche Idee “wahrscheinlich wurde der Antrag deswegen noch nicht bearbeitet…”. Ich hätte sie durchs Telefon ziehen und erwürgen können. Habe mich erst wieder abgeregt, nachdem ich eine 40 Meter hohe Düne erklommen hatte, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Dieser war leider auch nicht so toll, da es sehr wolkig war, aber das hätte ich nach so einem Erlebnis auch nicht mehr erwartet. Hier in Coral Bay scheint sowieso einiges schiefzulaufen, fragt sich, warum ich noch hier bin…
Wahrscheinlich liegt das an dem warmen Klima und dem Korallenriff, das direkt am Strand liegt. Coral Bay ist ein kleiner Ferienort am Ningaloo Reef, ca. 1200 km nördlich von Perth. Im Wesentlichen besteht er aus einem Hotel, zwei Campingplätzen, einem Hostel und dem Strand. Oh, und es gibt ein “Shopping Center” mit einem kleinen Supermarkt, zwei Touristenbüros, wo man Touren buchen kann, und einem Zeitungs- und Andenkenladen. Ich wohne im Hostel. Wie ich erwartet hatte, Horden von partywütigen 18-järigen. Ich habe aber ein Einzelzimmer zum Parkplatz raus, so dass ich die Musik und den Fernseher nicht in der vollen Lautstärke abbekomme.
Angekommen bin ich hier am 26. Mai. Zunächst habe ich meine Erkältung gepflegt und mich langsam ins Wasser vorgewagt. Es ist für meinen Geschmack schon recht kalt, schätze so 23 Grad, am Strand herrschen kühlere Strömungen vor, während weiter draussen häufig wärmeres Wasser ist. Das ist beim Schnorcheln ganz angenehm.
Inzwischen habe ich mehrere Bootstouren gemacht, wobei die Boote nicht weit fahren müssen. Das Riff beginnt 20-50 Meter vom Strand entfernt, und die äussere Riffkante ist an dieser Stelle ca. 1000 Meter entfernt. Man könnte schwimmen, wenn nicht so viele Boote unterwegs wären. Ich habe bereits Schildkröten gesehen, Rochen, Haie, eine Seeschlange sowie die üblichen bunten Fische (für Neugierige: gebt mal in der Google Bildersuche “Picassofisch”, “Papageienfisch” oder “Walhai” ein).
Letzteren, den Walhai, habe ich noch nicht gesehen, und deswegen bin ich immer noch hier. Die Tour ist sagenhaft teuer, wahrscheinlich um zu verhindern, dass zu viele Leute dem Walhai hinterherjagen, und ausgerechnet seit ein paar Tagen lässt sich kein Walhai blicken. So sassen wir gestern 9 Stunden lang auf dem Boot und haben darauf gewartet, dass das Flugzeug einen Walhai erspäht. Doch vergeblich. So waren wir ein paar mal kurz im Wasser zum Schnorcheln, aber doch mehr auf dem Boot. Evtl. kann ich die Tour Donnerstag noch mal mitmachen (kostenlos natürlich), dann würde ich Freitag wieder Richtung Perth aufbrechen.
Vielen Dank auch für eure Geburtstagswünsche, Emails werde ich mal wieder in Perth beantworten, wenn es nicht so teuer ist
Zur Feier des Tages habe ich meine Wäsche gewaschen und mir ein Steak geleistet!
Mon 30 May 2005
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Hallo Leute,
habe gerade vergeblich versucht, hier Neuigkeiten zu posten. Nachdem ich mit meinem langen Text fast fertig war, habe ich leider eine fatale Tastenkombination gedrückt aus Versehen und der ganze Text ist futsch! Da ich jetzt schon 10 Dollar zahlen muss, habe ich keinen Nerv mehr, noch mal von vorn anzufangen, ihr müsst euch also weiterhin gedulden. Fotos kann man hier auch keine laden. Diese Computer hier sind das Letzte!! Ich bin durch und durch frustriert!!
Sun 22 May 2005
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… befinden sich jetzt in der Gallerie… aber es ist hier noch viel schöner als auf den Fotos!!!
Sun 22 May 2005
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Hallo, da bin ich wieder. Eigentlich mitten im Nirgendwo, und doch gibt es hier einen guten Internet Anschluss und Handy-Empfang! Aber fangen wir am Anfang an…
Am Freitag den 20.5. habe ich Perth verlassen. Auf dem Weg nach Norden habe ich erst noch mal ein paar Lebensmittel (Instandnudeln etc.) und 15 Liter Wasser ins Auto geladen, nebst meinen ganzen Habseligkeiten. Dann bin ich ein paar hundert Kilometer gefahren. Nach den ersten 100 war das Linksfahren gar nicht mehr schlimm! Alle fahren hier sowieso sehr entspannt, und es waren auch nicht viele Leute unterwegs. Mal angesichts der Tatsache, dass in ganz Westaustralien nur halb so viele Leute wohnen wie in Berlin, nicht weiter verwunderlich.
Ich habe zwischendurch immer wieder angehalten, um die Landschaft zu bewundern. An den schönsten Stellen konnte man leider nicht anhalten. Das Wetter war auch nicht so toll, aber zum Autofahren war es ganz angenehm, dass die Sonne nicht schien. Gegen 16 Uhr bin ich in Cervantes angekommen, meinem ersten Stopp. Cervantes ist ein sehr kleiner Ort an der Küste, nur 5 Kilometer vom Nambung National Park entfernt, wo sich die berühmten Pinnacles befinden. Hier habe ich abends den Strand genossen und in einer sehr ruhigen Jugendherberge übernachtet - wir haben zu viert die Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gesehen und sind dann alle um 10 Uhr abends im Bett verschwunden…
Am nächsten Morgen ging es früh wieder los, nachdem es noch mal so richtig geregnet hat. Zum Glück schien dann aber auch mal die Sonne, so sind die Fotos richtig schön geworden. Kann halt nicht jeder einen strahlend blauen Himmel als Hintergrund haben. Siehe Fotogallerie. Mitten im Busch ist eine Wüste, aus der Steinsäulen hervorragen. Sehr malerisch, schöne Aussichten.
Um 11 Uhr morgens war das “sightseeing” erledigt und ich bin weiter nach Norden gefahren, nochmal 350 Kilometer, bis nach Northampton nördlich von Geraldton. Dieses Dorf hat 900 Einwohner und ein sehr malerisches Hostel, ein altes Kloster. Diese Stille, diese Ruhe! Ist mir gleich aufgefallen, als ich aus Perth raus war und zum ersten Mal angehalten habe. Man hört plötzlich nur noch Naturgeräusche, keinen Autolärm, keine Menschen, nichts! Das hat mich auf der Fahrt schon ein bisschen nervös gemacht. Ich bin nicht auf der Hauptstrasse gefahren, sondern die Strasse an der Küste lang. Der einzige Unterschied war, dass an der Küste kein Verkehr war. Teilweise hat mich eine halbe Stunde lang kein einziges Auto überholt. Ich konnte anhalten, wo immer ich wollte! Die grünen Hügel um mich herum waren ein Genuss fürs Auge. Kurz vor Geraldton ging das Buschland langsam mehr und mehr in Farmland über. Riiiiesige Felder und Weiden, da konnten selbst die LPG-Felder im Osten nicht mithalten!!
Auf dem Weg von Northampton weiter nach Norden wurde es noch malerischer, falls das möglich ist. Immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Berge/Hügel, die Küste… Als ich hier in Kalbarri ankam, habe ich spontan beschlossen, die Nacht hier zu verbringen, um den Rest des Tages die Natur geniessen zu können. Bilder vom Strand und so weiter findet ihr in der Gallerie. Morgen geht’s dann weiter Richtung Monkey Mia. Bis demnächst!!
Wed 18 May 2005
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Neue Fotos findet ihr jetzt auf einer Extra Seite, indem ihr unter “Links” auf “Ulrikes Fotos” klickt oder www.netzgeier.de/gallery aufsucht!
Wed 18 May 2005
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Wetter in Perth: Erst etwas Regen, dann konstanter Regen, dazwischen heftiger Platzregen. Dabei aber angenehm warm um die 20 Grad.
Ich bin erkältet. Die blöde Nebenhöhle meldet sich wieder. Ich gehe davon aus, dass das ihre letzten Zuckungen sind, bevor sie einsieht, dass wir jetzt hier in Australien sind und es jetzt anders langgeht! Mitleidsbekundungen bitte per Email an die bekannte Adresse
In den letzten Tagen habe ich ein wenig gefaulenzt. Bzw. bin ich spät aufgestanden und dann in mehr oder wenig hektische Aktivitäten verfallen. Ich habe ein paar interessante Stadtteile per Bus und zu Fuss erkundet. Die Gegend um Kings Park in Perth ist z.B. sehr schön. Es gibt viele schöne Häuser und Villen, meist mit dschungelähnlichen Gärten drumherum. In Subiaco lässt es sich am Wochenende gut bummeln, da gibt es dort zwei Märkte mit Tinnef und Schnickschnack und Ramsch. Scarborough Beach ist ein Surfer-Strand, kein Wetter hält die Surfer davon ab, sich in die riesigen Wellen zu stürzen. Ich musste einfach mal ein wenig Meeresluft schnuppern, wenn es auch nur fuür eine Stunde war und der Sonnenuntergang in einer Regenwolke endete.
In Karrakatta gibt es einen riesigen Friedhof, der 1899 gegründet wurde. Dort liegt mindestens die Hälfte der hiesigen Katholiken begraben, daneben auch ein paar andere Christen, Muslime und Juden. Die gesamte australische Mischung der Kulturen sozusagen. Anhand der Grabstätten konnte man auch interessante Unterschiede der jeweiligen Kulturen und Religionen ablesen. Da gab es Katholiken mit schlichten Grabsteinen, im nächsten Feld konkurrierten die Jesus- und Maria-Gestalten miteinander, im übernächsten hatten alle Grabsteine ein Kreuz oben drauf. Nennt mich morbide, aber ich habe mindestens drei interessante Stunden auf diesem Friedhof verbracht!
Das Bequeme an Perth ist, dass man hier mit dem Bus fast überall hinkommt, wenn auch nicht auf dem direktesten Wege. Innerhalb der City kann man alle Buslinien umsonst benutzen. Man muss dem Busfahrer nur sagen, dass man “just down the road” will. Aber nun ist es mit dem Busfahren vorbei!
Heute habe ich nämlich mein Auto bezahlt und abgeholt. Der Regen, der vom Himmel kam, war nichts gegen meinen Schweissausbruch, als ich mich zum ersten Mal als Besitzerin des Wagens auf die Strasse wagte! Immer schön langsam hinter anderen Autos her, damit ich auch nicht verwirrt werde. Den Shoppingbummel mit meinem Auto habe ich mir noch nicht getraut. Ich werde mich erstmal ausserhalb der Stadt an das Linksfahren gewoehnen, bevor ich mich in dichtes Feierabendgewimmel stürze.
Für den Fall der Fälle habe ich eine Versicherung, eine Garantie und eine Automobilclub-Mitgliedschaft. Die Versicherung schliesst leider “Fahrten durchs Wasser” aus, “ausser wenn die Fahrten durchs Wasser von und nach Tasmanien stattfinden”. Gut zu wissen!
Freitag geht es los Richtung Norden, Richtung Geraldton (Pinnacles Desert), Denham/Carnarvon (Shark Bay/Monkey Mia) und Coral Bay/Exmouth (Ningaloo Reef, die Walhaie rufen). Allerspätestens wenn ich auf dem Rückweg in Perth vorbeikomme, gibt es dann wieder Neuigkeiten und Fotos, aber es wird sicher unterwegs mal die Gelegenheit zum E-Mailen geben!
Sun 15 May 2005
Wetter in Perth: viel Regen, 20 Grad.
Heute hätte ich es fast geschafft, nur 8 Dollar auszugeben (das sind ca. 5 Euro). Doch leider hat es den ganzen Tag geregnet und so musste ich noch 10 Dollar in einen Regenschirm investieren. Der Vorteil (des Regens) war, dass ich fast den gesamten Kings Park für mich allein hatte! Ich bin durch die Stadt gelaufen und habe einen Markt besucht, dort habe ich weitere 12 Dollar für ein paar gebrauchte Bücher ausgegeben, falls es die nächsten Tage auch so viel regnet… Ich hoffe, das Wetter in Deutschland ist besser!
Fri 13 May 2005
Posted by uf under
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Wetter in Perth: 22 Grad, sonnig, unterbrochen von kurzen heftigen Schauern
Kann es tatsächlich sein, dass ich erst eine Woche hier bin? Kommt mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor! Man kann sich so an das Leben hier gewöhnen. Die vielen bunten Vögel hier und auch den Sonnenschein (wenn man mal nicht an Hautkrebs denkt…). Die Leute sind auch so abartig nett hier! Die bedanken sich beim Busfahrer, weil der anhält und die Tür aufmacht. Und der Busfahrer entschuldigt sich, weil er zu spät dran ist. Ich glaube, ich spinne! Das ist Kulturschock pur!
Ich musste mich gestern und heute erstmal erholen. Mittwoch habe ich nämlich ein Auto gekauft. Meine schnelle Entschlussfreudigkeit hat mich völlig fertig gemacht. Ich musste das erst mal verdauen. Mittwoch morgen hatte ich weitere Autohändler abgeklappert. Einer hat mich über eine Stunde lang zugelabert, bis ich eine Probefahrt mit einem der Wagen gemacht habe. Ein ähnlicher wie der rote Wagen, den ich im Auge hatte. Fuhr sich auch ganz gut, aber ich habe mich mehr aufs Linksfahren konzentriert als auf das Auto. Hatte ich Schweissausbrüche! Der Typ wollte am liebsten sofort einen Sale machen, natürlich zum Super-Sonder-Preis, speziell für mich 3000 Dollar Rabatt. Bevor ich gehen konnte (ohne Auto, denn so viel Rumgeschleime muss bestraft werden), musste ich mir noch Fotos von seinem Auto anschauen, dass er seit 12 Jahren hegt und pflegt.
Nachmittags bin ich zu dem anderen Autohändler zurück, um eine Probefahrt mit meinem favorisierten Auto zu machen. Fuhr sich einwandfrei. Zum Vergleich habe ich noch ein zweites Auto probegefahren, einen Ford, der war im Vergleich dazu ziemlich schrottig. Alles (technischer Report, nicht-schleimender Händler, Empfehlung vom Automobilclub, 12 Monate Garantie auf die wesentlichen Teile wie Motor, Gangschaltung etc.) sprach eigentlich für das Auto. Da ich kein Fan schneller Entscheidungen bin, wollte ich es mir noch ein oder zwei Tage überlegen. Es standen aber bereits andere Interessenten um “mein” Auto herum, die sich den Motor ansahen und die technischen Berichte und so weiter. Sie sahen sehr begeistert aus und ich glaube dem Händler, dass sie auch nahe daran waren, das Auto zu kaufen.
Könnt ihr euch das Drama vorstellen, wenn ich weggegangen wäre und das Auto wäre weggewesen (vgl.: Wer wird Millionär) ??? Also habe ich die Zähne zusammengebissen und nach 3 Minuten entschieden, dass ich das Auto kaufe. Ich hab’s getan! Jetzt warte ich nur noch auf die Banküberweisung aus Deutschland, damit ich das Autochen auch bezahlen kann. Die schicken Felgen nehmen sie wieder ab, die waren leider nicht im Preis enthalten, dafür wollten sie 2000 Dollar mehr haben!!
Wie gesagt, war ich erst mal ziemlich fertig, rein aus Prinzip. Alles muss man hier allein entscheiden! So habe ich gestern erst einmal lange geschlafen und die morgentlichen Regengüsse abgewartet und dann ganz gemütlich den Nachmittag damit verbracht, Kakadus (Rosellas) am Hafen und andere Tiere im Zoo zu fotografieren.
Heute habe ich es ähnlich ruhig angehen lassen. Ich habe meine nagelneue ANZ Bankkarte in Empfang genommen, in der Bibliothek alte Fotos von Perth angeschaut (es hat draussen ziemlich gegossen) und Lebensmittel eingekauft (da war der Himmel wieder blau). Noch einen kleinen Shoppingbummel gemacht .. mit Auto kann ich jetzt schliesslich noch ein paar Sachen mehr transportieren als in meinen Rucksack passen - Flossen zum Schnorcheln z.B., die Walhaie rufen! Bis bald!
Fri 13 May 2005
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Alt und Neu in Perth

Hier ist tatsächlich Herbst!

Ein bunter Lori

Das Känguruh ruht

Kakadu im Anflug

Gefrässige Tiere!

Aber auch verschmust!

Eigentlich heissen sie ‘Rosellas’

Tschö

Tue 10 May 2005
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Gerade sitze ich im Internet-Cafe und habe aus den Augenwinkeln eine Bewegung gesehen. Cockroach Alarm! Igitt, eine Schabe! Die war zum Glück noch nicht ausgewachsen, nur 3 cm lang. Prompt habe ich Appetit auf einen Schokoriegel bekommen und habe ein Mars aus der Tasche gekramt. Bei mir wird sich das kleine miese Tier nichts holen können!!
Ansonsten habe ich mir heute die Füsse plattgelaufen von einem Autohändler zum nächsten. Die Busse direkt vor meiner Unterkunft fahren stadtauswärts alle den Albanz Highway entlang, eine von mehreren Strassen, an der sich Dutzende Autohändler befinden.
Bei einigen grösseren Autohändlern hatte ich zunächst wenig Glück, dort waren meine Preisvorstellungen dann doch zu niedrig. Oder die Verkäufer waren so schleimig, dass das gleich ein Gegenargument wäre. “Warum willst du meine Visitenkarte? Kauf doch lieber heute, morgen ist das Auto weg…”
Einige haben mich gefragt, ob ich ein Auto gesehen hätte, dass mich begeistert, aber ich konnte immer nur mit den Schultern zucken. Ist doch nur ein Ding mit vier Rädern, dass einen Haufen Geld kostet und Sorgen bereitet… Aber dann! Bei dem einen Händler, der mir auch vom Automobilclub empfohlen wurde, hatten sie nicht nur zahlreiche Autos in meiner Preisklasse und von den Herstellern, die üblicherweise für Vielreisende empfohlen werden. Nein, sie hatten auch ein ganz tolles Auto dort! Elegante Felgen und ein knalliges Rot! Es hat mir auf Anhieb gefallen. Es hat auch bereits einen Checkup absolviert und ist demzufolge technisch in Ordnung. Den ultimativen Kick bekam ich, als ich die Queensland-Nummernschilder am Auto sah. Leider muss das Auto in Westaustralien registriert werden, bevor es verkauft werden darf. So ein Pech aber auch, ich dachte schon, ich könnte mir dann auch noch das ummelden sparen… Ich hatte keine Kraft mehr und war moralisch nicht bereit, es gleich probezufahren, das werde ich morgen machen. Jetzt werde ich die ganze Nacht nicht schlafen können aus Angst, dass es mir jemand vor der Nase wegschnappt!
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