Hier mal wieder ein recht kurzes Update von mir. Ich befinde mich inzwischen in Victoria, in Rosebud auf der Mornington Peninsula. Der Ort liegt direkt am Meer (ich wollte schon immer mal direkt am Meer wohnen und nutze meist die Gelegenheit, nach der Arbeit noch mal schnell einen Strandspaziergang zu machen) und ca. 80 km von Melbourne entfernt. Eigentlich viel zu bevölkert für meinen Geschmack, aber ich bin ja - hoffentlich - zum Geldverdienen hier!
Des Jobs wegen bin ich hierhergekommen, es hat 6 Tage gedauert, von Nordqueensland hierher zu fahren. Ach ja, mal eben wieder den Kontinent durchquert, wann hat man das schon mal! Die Landschaft ist abwechslungsreich und dann auch wieder nicht - man fährt eben etwas länger, bevor sich die Vegetation mal wieder ändert.
Kaum angekommen, musste ich direkt eine bezahlbare Unterkunft suchen, was nicht so einfach war. Gerade im Dezember und Januar kommen hier nämlich die Volksmassen an, um Urlaub zu machen - ein bisschen wie bei uns an der Nord- und Ostsee. Alles ist dann vermietet und man kann locker 5000 Dollar oder mehr für ein Ferienhaus pro Monat bezahlen. Ich bin erstmal in einem miefigen Wohnwagen untergekommen (der luxuriöser war als der, in dem ich in Pinnaroo gewohnt habe!) und habe mit viel Zufall und Glück jetzt ein nettes kleines Appartment gefunden. Nun kann ich meine Füsse nach der Arbeit hochlegen und Fernsehen! Ein kleiner Garten ist auch dabei, falls es jemals dazu kommen sollte, dass das Wetter prächtig ist UND ich einen Tag zu Hause verbringen will, kann ich mich auf den Rasen legen und den Tomaten beim Wachsen zusehen…
Arbeiten tue ich auf der Erdbeerfarm in der Nähe. In der ersten Woche habe ich ordentlich geld verdient, da wir jeden Tag ca. 11 Stunden gearbeitet haben. Jetzt lerne ich, Erdbeeren zu verpacken, mal schauen, wie das so läuft, das wird per Kilo bezahlt und im Moment bin ich noch ein wenig langsam … habe eine kleine Frustrationsphase, ich hoffe, das gibt sich ganz schnell. Ich bin schliesslich hier zum Geld verdienen und nicht, um mein Leben zu geniessen oder mir Sorgen zu machen, ob ich mir mein Appartment auch demnächst noch leisten kann! Mehr demnächst, die Bibliothek macht gleich zu!