Thu 16 Feb 2006
Viele Grüsse aus Adelaide! Nun bin ich wieder hier in South Australia gelandet… Ich bin am Sonntag aus Rosebud abgefahren, was ein ganz kleines bisschen traurig war! Die letzten Tage habe ich viel mit Samorn, einer Freundin von der Erdbeerfarm, verbracht. Aufräumen und Packen haben ganz schön geschlaucht. Das Wetter war bescheiden, so dass ich auch nicht mehr wirklich was angeschaut habe oder schnorcheln war. Ein Seepferdchen habe ich dennoch gesehen, wenn auch nur ein totes (siehe Bildergallerie!).
Eine Nacht habe ich noch mal an der Great Ocean Road verbracht. Habe mir noch mal ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut und ein paar Stopps an den schönsten Stellen eingelegt. Montag Abend war ich dann in South Australia angekommen, wo ich zunächst zwei Tage auf dem Land beim Wwoofen verbracht habe. Wieder mal musste ich nicht wirklich hart arbeiten, ein bisschen Holz stapeln und Unkraut jäten, und schon gabs wieder eine Teepause. Die Familie war total nett. Ausserdem bin ich total neidisch auf ihr Haus! Ein echtes altes Steinhaus, was sehr praktisch ist, da im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draussen bleibt. Ein netter Innenhof zum Sitzen, ein Obstgarten, der Papageien anlockt, ein paar Kühe, Schafe, Gänse und Hühner. Vor dem Haus eine alte riesige Kiefer, die jeden Tag von Kakadus besucht wurde. Weit und breit kaum Nachbarn und kein Ort! Selten kam mal ein Auto vorbeigefahren, ansonsten hat man nur die Vögel und die Kühe gehört. So will ich auch leben (würde vielleicht auf die Kühe und Schafe verzichten)!!!
Dass ich dort nicht länger geblieben bin, ist im Nachhinein sehr sehr schade. Ich bin mittags abgefahren, um Mittwoch Abend in den Adelaide Hills zu sein. Dort wollte ich bereits im Juni bei einer Familie wwoofen, die mit Wildlife Rescue involviert ist, was dann aber nicht geklappt hat, und jetzt hatte ich die Chance dazu. Dort bin ich gestern abend angekommen, aber es war alles gaaaanz anders als erwartet. Zunächst waren meine Infos aus dem Buch veraltet. Sie hatten nicht mehr ein kleines Häuschen mit Olivenhain in Hahndorf, sondern waren umgezogen. Sie haben eine Art Hostel in einem abgelegeneren Teil gekauft und sind dabei, alles zu renovieren. Schulklassen können sich dort einmieten und diversen Aktivitäten nachgehen, u.a. einheimische Wildtiere kennenlernen. Für die Wwoofer hatten sie die Jugendherberge nebenan gemietet, es waren gleich zehn Leute da. Was dazu führte, dass wir alle in einem Schlafsaal übernachten mussten. Ganz mein Fall. Die meisten waren auch noch Deutsche, die Mädels natürlich alle frisch vom Abi. Die meiste Arbeit hatte rein gar nichts mit Wildtieren zu tun, sondern mit dem Bekochen der Schulgruppen oder dem Instandsetzen der Anlage. Gearbeitet wurde den ganzen Tag, statt wie eigentlich üblich vier Stunden. Also ganz und gar nicht das, worauf ich aus war! So habe ich gleich beschlossen, meine kostbare wenige Zeit nicht weiter zu verschwenden und einfach am nächsten Tag wieder abzufahren. Ich habe noch den Tag über gearbeitet und das war’s dann. Habe meinen Tag damit verbracht, grosse Plastikkisten in Schlangenhäuser zu verwandeln (Luftlöcher gebohrt, Fenster reingebastelt, etc.). Immerhin durfte ich kurz mal eine Python und ein kleines Reptil halten…
Morgen fahre ich weiter zu einer anderen Wwoof-Familie, noch für ein paar Tage, bevor ich meine Reise nach Darwin beginne!