Thu 6 Apr 2006
Hallo, ihr Lieben, da bin ich mal wieder. Lange ist es her, seit ich das letzte Mal aus Australien berichtet habe. Seitdem bin ich noch weitere 5700 km gefahren und habe beinahe die 40.000 km voll…
Von Batchelor aus ging es Richtung Darwin, wo ich einen kurzen Einkaufsstopp eingelegt habe (letzter grosser Supermarkt vor der Wildnis). Dann wieder südlich bis zur Abzweigung Richtung Kakadu National Park. Aufenthalt im Park ist kostenlos, seit sie die Gebühren für den Uluru auf 25 Dollar angehoben haben. Habe also sogar Geld gespart! Übernachtet habe ich in Jabiru, ganz am “Ende” der Strasse. Der Ort ist zum einen ein Zentrum für die Kakadu-Touristen, zum anderen Basis für die Uranerzmine unweit der Stadt (welch beruhigender Gedanke…). Meine Übernachtung war total cool, die örtliche Jugendherberge bietet 3-Bett-Zimmer in “Bush Bungalows” an. Die Bungalows sind auf Stelzen gebaut (mehr Luft, weniger Insekten) und haben statt Wänden nur Insektengitter. So ist für maximalen Luftzug gesorgt und man benötigt keine Klimaanlage. Es waren kaum Touristen da, ich hatte für 15 Dollar pro Nacht den ganzen Bungalow für mich allein. Habe mein Zimmer nur mit einem kleinen Frosch geteilt, der genüsslich Ameisen verspeist hat.
In Jabiru war ich zwei Nächte und habe eine Tagestour mitgemacht. Auch das war ziemlich cool, auf der Tour waren wir zu fünft plus zwei Tourguides, und am Ausflugsziel Ubirr, einer Kulturstätte der Aboriginies, waren wir auch ganz allein. Um dorthin zu gelangen, mussten wir erst einmal mit dem Boot fahren. Normalerweise kann man dort mit dem Auto hinfahren, doch eine der Strassen war geflutet. So wurde der “Floodway” zur Bootsanlegestelle. Spannendes Tierleben gab es leider wenig zu sehen – es gibt einfach während der Regenzeit zu viele Wasserstellen. Wenigstens haben wir ein paar Babykrokodile gesehen (später in meiner Fotogallerie…)! In Ubirr gab es Wandmalereien zu besichtigen und man konnte auf einen Felsen klettern und hatte einen total genialen Ausblick auf die umliegenden Sümpfe und die Felskante, die den Nationalpark vom Arnhem Land (traditionelles Land der Ureinwohner) trennt.
Obwohl der Nationalpark Kakadu heisst, wurde er nicht nach den Vögeln benannt, sondern nach einem ähnlich klingenden Wort der Aboriginies. Trotzdem gab es in Jabiru eine Menge Kakadus (Corellas) zu sehen, die sich an dem in der Regenzeit wachsenden Gras gütlich gehalten haben. Viel mehr gab es während der Regenzeit in Jabiru leider nicht zu tun, so dass ich nur zwei Nächte geblieben bin. Fortsetzung folgt, bleibt dran…